| Mehr als nur frisches Gemüse Erster Aktionstag in Lisdorf: Alles im grünen Bereich, hieß das Motto des verkaufsoffenen Sonntags Von JOHANNES BODWING SZ 5.5.2003 |
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| Saarlouis-Lisdorf. Ei was ist denn hier los? Bunte Sonnenschirme werfen Schatten über schmale Tische, direkt an der Provinzialstraße in Lisdorf. Nahe der Deichlerstraße tuckert ein junger Kerl mit vierrädrigem Rasenmäher zwischen Strohballen wie auf einem Go-Cart. Gemüse liegt auf breiten Brettern, grün und saftig anzusehen gleich gegenüber dem Lisdorfer Dorfplatz. Zwischen frischen Salaten leuchten roter Paprika und Karotten und was die Felder sonst noch hergeben, wie auf einem bunten Stillleben. Nur wenige Meter weiter plätschert kühles Wasser über die steinernen Gemüsekisten der Bildhauerin Regina Zapp. Auf den Bänken sitzen Besucher des ersten großen Aktionstages im Ort mit verkaufsoffenem Sonntag. Dazu kam eine Vielfalt, die manch einer in der Gemüseecke des Saarlandes nicht erwartet hätte. Designer gibt es hier, deren Entwürfe selbst in den USA vorgestellt werden. Moderne Bilder und Skulpturen stehen zwischen Stroh in einer Scheune der Großstraße. Auf keinen Fall jedoch dürfen die die Markenzeichen von Lisdorf fehlen, seine Gemüsebauern. | |
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| Manch einer von ihnen hat statt der Liegewiese breite Gewächshäuser hinter dem Haus. Wie ein Blütenteppich standen dort rote, weiße und violettfarbene Pflanzen am Boden. Die Zufahrt säumten Gemüsesetzlinge, und vor dem Haus aufgestellt war der Maschinenpark aus unterschiedlichen Traktoren. Zwischen Großstraße und Grundschule standen sie in einer Reihe, die Arbeitspferde der Bauern. Ein alter Traktor von 1939 hat noch die großen Schwungscheiben an den Seiten und bringt stolze 20 PS auf die Räder. Seine Nachfolger heute brummen mit mehr als 100 PS, mit 20 Vor- und ebenso vielen Rückwärtsgängen über die Felder. In der Lisdorfer Heimatstube, Ausstellungs- und Versammlungsraum des Heimatkundevereins, zeigten alte Aufnahmen, wie der Gemüsebau in früheren Zeiten betrieben wurde. Da hatten die PS noch vier Beine und der Bauer stakste hinterher, den Pflug mit beiden Händen umklammert. Auf dem Schulhof der Professor-Ecker-Schule standen Maschinen für die Feldarbeit, Traktoren und flotte Autos. Gleich nebenan war die Hans-Welsch-Halle zu einem rustikalen Restaurant geworden, mit Tischreihen und Gewerbeständen ringsherum. weiter | |